Telefon- und Meetingboxen sind mehr als nur besonders große Möbelstücke: Es steckt eine ganze Menge Technik darin, u.a. auch Ventilatoren und Lüfter, die für die Luftzirkulation zwischen außen und innen sorgen.
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Welcher Luftaustausch ist perfekt?
Der Luftaustausch sollte so hoch sein, dass es innen nicht stickig wird, gleichzeitig sollte die Geräuschentwicklung durch die Ventilatoren nicht stören. Ist die Ventilation zu stark, könnte es im Inneren einer Meetingbox vor allem in der kälteren Jahreszeit auch zugig wirken. Der ideale Luftaustausch lässt sich also nicht in einer einzigen Zahl ausdrücken – und eine hohe Zahl alleine sagt noch nichts über die tatsächliche Aufenthaltsqualität in einer Telefon- oder Meetingbox aus.
Der perfekte Luftaustausch ist also vielmehr ein Zusammenspiel von mehreren Komponenten: Stärke der Ventilatoren, Luftströmung innerhalb der Box, Sensorik und eine möglichst intelligente Steuerung/Regelung der Ventilationsstärke (siehe auch Auswahlkriterium Belüftungssteuerung).
nomineller Luftstrom vs. Systemluftstrom
In den Datenblättern und technischen Dokumentationen der Hersteller von Telefon- und Meetingboxen findet sich in der Regel mindestens eine, manchmal auch beide der folgenden Angaben zum Luftstrom:
- nomineller Luftstrom: sagt aus, wie stark die verwendeten Lüfter-Komponenten stand-alone abschneiden (also in nicht eingebautem Zustand). Viele Hersteller werben wegen der optisch sehr hohe Zahlen gerne mit diesem Wert – die Aussagekraft ist allerdings nur eingeschränkt.
- Systemluftstrom: diese Zahl gibt an, welcher Luftstrom in Kombination mit den baulichen Gegebenheiten tatsächlich erzeugt werden. Dieser Wert hängt unter anderem von der Größe, Anzahl und Platzierung der Lüftungsschlitze für die Frischluft ab und welche Luftwiderstände sich innerhalb der Akustikbox ergeben. Der Systemluftstrom ist also die maßgebliche Zahl für den tatsächlichen Luftaustausch innerhalb einer Telefon- oder Meetingbox, ist für Hersteller aber deutlich aufwendiger zu ermitteln als lediglich die Leistungswerte vom Zulieferer der Lüfter abzuschreiben. Daumenregel: Der Systemluftstrom beträgt zw. 20% und 30% des nominellen Luftstroms
Vorbildlich ist an dieser Stelle der Hersteller Mute, der für viele seiner Produkte beide Werte bereitstellt:
Akustik-Cubes mit Klima-Anlage
Alle Telefonboxen, Meetingboxen & Co verfügen über eine aktive Belüftung – dies ist jedoch nicht gleichzusetzen mit einer Klima-Anlage! Wer sich an einem schwülen Sommertag im ohnehin stickigen Büro in der Meetingbox Erfrischung erhofft, wird leider meistens enttäuscht sein: normalerweise ist es dort bestenfalls gleich stickig wie im Büro.
Akustik-Cubes mit Klima-Anlagen gibt es zwar – jedoch nur von wenigen Herstellern. Klima-Anlagen sind nicht nur teurer und lauter als reine Ventilatoren sondern auch wartungsintensiver (Kondenswasser, Luftfilter-Wechsel etc.). Daher gehören Klima-Anlagen bei Telefon- und Meetingboxen nicht zum Standard sondern werden normalerweise nur unter besonderen Voraussetzungen angeboten:
- Industrie-Anwendungen: Akustik-Cubes für Industrieanwendungen werden ggf. mit Klima-Anlagen ausgestattet oder an die vorhandene Gebäudeklimatisierung angeschlossen. Siehe hierzu unsere Cubes mit Spezial-Feature “Klimaanlage”.
- Hersteller aus Südeuropa: Hersteller mit starkem Fokus auf südeuropäische Märkte sind häufiger mit dem Wunsch nach Klima-Anlagen konfrontiert und haben entsprechende Sonderlösungen schon mehrfach erprobt. In unserem Sortiment triff dies auf den in Barcelona ansässigen Hersteller Studiobricks zu.
- Outdoor-Boxen: Bei outdoor-geeigneten Boxen ist die Klima-Anlage normalerweise sogar im Standard enthalten (dann aber eher für den umgekehrten Fall – das Heizen). Mit unserem Sortiment bedienen wir diesen Anwendungsfall aktuell leider nicht.
Unsere Telefon- und Meetingboxen mit optionaler Klimaanlage:
Statt Klimaanlage: Akustik-Cubes mit manueller Belüftungssteuerung
Der Gedanke nach einer Klima-Anlage in der Meetingbox klingt für viele verlockend. Man sollte aber wissen (siehe oben), dass es sich dabei um eine Spezialanforderung handelt. Für normale Büros und Arbeitsumgebungen gilt: eine Meetingbox ist nicht dafür zuständig, ein schlechtes Gebäudeklima zu kompensieren. Zwar wird es in einer Meetingbox bei voller Belegung schnell ein bis zwei Grad wärmer als im Raum drum herum – zum Problem wird dies aber eigentlich nur, wenn es im Gebäude ohnehin schon zu heiß ist.
Etwas Abhilfe schaffen hier Akustik-Cubes, bei denen sich die Stärke der (nicht klimatisierten) Belüftung manuell einstellen lässt – im Zweifel also stärker als die Automatik dies vorsieht. Infos hierzu unter Belüftungssteuerung.
Welche Anforderungen sollten an den Systemluftstrom gestellt werden?
Damit es im Inneren von Telefon- und Meetingboxen nicht stickig wird, sollte – bezogen auf den nominellen Luftstrom – pro Kopf ein Luftaustausch von 100 m³/h bis 180 m³/h sichergestellt sei (bzw. bezogen auf den Systemluftstrom ein Bereich zwischen 25m³/h bis 45 m³/h).
Da wir bei unseren Telefon- und Meetingboxen leider nicht immer über beide Angaben verfügen, geben wir bei den aufgeführten Werten immer an, auf welche Mess-Systematik sich die Zahl bezieht (nominell vs. Systemluftstrom):
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